"Güte in Wörtern erzeugt Vertrauen. 
Güte im Denken erzeugt Tiefe. 
Güte im Verschenken erzeugt Liebe."
(Lao-tse)

         

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Was ist eigentlich ein System?

Jeder Mensch, der auf die Welt kommt, ist darauf angewiesen, dass ein System ihn am Leben erhält. Im besten Fall sind das Mutter und Vater. Wenn sie uns aus verschiedenen Gründen nicht versorgen können, muss ein anderes System die Fürsorge übernehmen:

  •         Verwandte
  •         Staatliche Einrichtungen
  •         Krankenhäuser
  •         Kinderheime
  •         Pflegeeltern
  •         Adoptiveltern

Sonst können wir nicht leben.
Also ein anderes System übernimmt die Verantwortung anstelle der Eltern.

Vorgeburtlich gehören wir zum Körpersystem Mutter und durch die Mutter zum Vater. Es dauert 3 Jahre, bis wir unterscheiden können zwischen uns und unserer Umgebung. Etwa mit 3 Jahren können wir das erste Mal „ich“ sagen. Vorher sind wir ganz mit dem System, das uns umgibt und in dem wir aufwachsen, verbunden. Wir nehmen das als die Wirklichkeit der Welt hin und sind nicht in der Lage, es infrage zu stellen.
„Wir sitzen in der Erbsenschote und denken, die Welt müsste grün sein“

In gewisser Weise prägt diese Anfangszeit und unsere Kindheit unser Weltbild. Also existieren millionen von verschiedenen Weltbildern, und die Welt hat viele, viele Farben, und wir sind aufgerufen, im Laufe des Lebens unser Anfangs-Weltbild aufzugeben und in eine eigene Wirklichkeit, in eine eigene Farbe zu kommen, also uns aus dem System heraus zu entwickeln und uns immer mehr zu individualisieren. Das ist ein langer Entwicklungsprozess, und es macht Angst, uns immer mehr zu selbständigen, unabhängigen Persönlichkeiten im Laufe unseres Lebenslaufes hin zu entwickeln. Es macht Angst, die Sicherheit unseres Anfangssystems loszulassen und auf eigenen Füßen eine unabhängige, selbständige Persönlichkeit zu sein und seine ganz eigene Farbe zu finden und zu leben.