"Geh mit der Zeit aber komm von Zeit zu Zeit zurück"

Dodenburg

Drei polnische Studenten der Kunstakademie in Posen verbrachten die erste September-Woche in Dodenburg, wo sie gemeinsam mit vier Studenten der FH Trier arbeiteten. Warum? Im Rahmen des Heckenland-Forums wollten wir die Jugend zusammen bringen, um zu sehen, wozu das die jungen Künstler inspiriert. Am Ende der Woche fand eine Ausstellung der entstandenen Arbeiten statt.

Wie ist die Idee entstanden?
Ich hatte ein für mich sehr trauriges und erschreckendes Erlebnis an der Sommer-Kunstakademie Trier, dass keiner der Dozenten, mit denen ich zusammen gearbeitet habe, einen zeitgenössischen, polnischen Künstlernamen nennen konnte. Diese Tatsache, dass es so wenig Aufmerksamkeit der deutschen Seite für die polnische bildende Kunst gibt, hat mich sehr geärgert, beschämt und erschreckt. Im vorigen Sommer, durch das Treffen mit Slawomir Brzoska (der Professor an der Kunstakademie ist), den ich in Nowa Gorka kennengelernt habe, ist die Idee entstanden  junge polnische und deutsche Künstler zusammen zu bringen.

Meine persönliche Wohnsituation in Dodenburg bietet dazu die idealen Bedingungen. Hier gibt es viel Platz, drei Ateliers, in denen ich selbst arbeite und in denen schon einige Künstler ausgestellt haben. Dodenburg ist ein idyllisches Dorf in einer wunderschönen Landschaft mit 92 offenen und neugierigen Mitbürgern.

Mir liegt Europa und speziell die polnisch-deutsche Verständigung sehr am Herzen. Ich liebe Polen und bin gerne Deutsche und hoffe auf die Zukunft mit jungen Menschen.

In Anna Bulanda-Pantalacci habe ich eine Freundin und Verbündete gefunden. Sie war sofort von meiner Idee begeistert und hat den Kontakt zu den Studenten der Fachhochschule Trier hergestellt. Den Kontakt zu den Studenten aus Posen haben Slawomir Brzoska mit einem anderen Professor Andrzej Syska geknüpft.

Im Jahre 2009 war ich die Gastgeberin und für alle Kosten verantwortlich. Anna Bulanda-Pantalacci hat die Studierende pädagogisch betreuen.
Für die Zukunft ist geplant das internationale Kunstprojekt jedes Jahr im Heckenlandforum zu wiederholen. Weiter sind geplant Kreisau und andere Begegnungsorte in Polen.
Der nette Kontakt mit den polnischen Studenten und den deutschen Studenten stellt sich als sehr lebendig und erfreulich heraus.